Bacillus Subtilis Geschichte
Der Bacillus subtilis wurde 1941, gegen Ende ihres Afrikafeldzuges, vom Sanitätsdienst des nationalsozialistischen Deutschlands entdeckt. Zu dieser Zeit befand sich der deutsche Militärsieg auf seinem Höhepunkt. Doch das deutsche Oberkommando wurde ernsthaft alarmiert, als plötzlich jede Woche Hunderte über Hunderte von Soldaten in Nordafrika starben. Seltsamerweise starben die Nazi-Soldaten nicht an den Vergeltungsbomben und Schrapnellen des britischen Generals Montgomery, sondern an unkontrollierbarer Ruhr. Natürlich wussten die Deutschen, dass Ruhr durch pathogene (d. h. krankheitserregende) Bakterien aus lokalen Nahrungs- und Wasserquellen verursacht wurde. Aber in jenen Tagen gab es keine Antibiotika. Schwefel war bereits auf dem Markt, aber nur in einer topischen, nicht oral einnehmbaren Form.
Da keine Medikamente zur Verfügung standen, um die Ruhr-Plage zu stoppen, begannen die Nazis schnell, nach anderen Mitteln zu suchen, um ihren sterbenden Soldaten zu helfen. Das deutsche Oberkommando entsandte sofort ein Kontingent von Wissenschaftlern, Ärzten, Chemikern, Biochemikern, Bakteriologen und anderen Experten, um das Problem zu lösen. Mit typisch deutscher Umsicht schlossen diese Top-Experten, dass es einen natürlichen Weg geben müsse, den tödlichen Bakterien, die die Ruhr verursachten, entgegenzuwirken, denn gäbe es diesen nicht, wären die Millionen Araber, die in der Region leben, längst tot. Daher war der erste Schritt der Deutschen, die einheimischen Araber genau zu untersuchen und festzustellen, ob sie von Ruhr betroffen waren oder nicht.
Sie entdeckten, dass auch die Araber an Ruhr erkrankten, aber beim ersten Anzeichen von Durchfall [dem Hauptsymptom der Ruhr] taten die Araber etwas ziemlich Unglaubliches: Sie folgten sofort einem Pferd oder Kamel, bis es seinen Kot fallen ließ. Dann hob der betroffene Araber die warmen Kotballen auf und schluckte sie schnell herunter! Dieses seltsame Verfahren eliminierte die Ruhr praktisch über Nacht. Nachdem die gut hygienischen Deutschen sich endlich vom Schock erholt hatten, die arabischen Ureinwohner warmen Kamelkot schlucken zu sehen, erkannten sie schnell, dass etwas im Kot sein musste, das die schädlichen Bakterien, die die Ruhr verursachten, irgendwie neutralisierte.
Sie befragten die Araber, die ihnen sagten, dass sie keine Ahnung hätten, warum es funktionierte, aber dass ihre Väter es schon immer so gemacht hätten, ebenso wie ihre Vorfahren, und es hatte immer funktioniert. Die einzige Einschränkung war, dass der Kamel- oder Pferdemist noch warm und frisch eingenommen werden musste, da er keine Wirkung auf die Ruhr hatte, wenn er kalt eingenommen wurde. Also begannen die Nazis, frischen Kamel- und Pferdemist sorgfältig zu untersuchen. Sie entdeckten, dass er von einem mächtigen bakteriellen Mikroorganismus wimmelte, der später Bacillus subtilis genannt wurde. Es stellte sich heraus, dass dieses Bakterium so stark ist, dass es praktisch alle schädlichen Mikroorganismen im menschlichen Körper kannibalisiert – insbesondere pathogene Bakterien wie den virulenten Stamm, der die Ruhr bei den deutschen Truppen verursachte.
Innerhalb kürzester Zeit begannen die Nazis, Hunderte und Tausende Liter aktiver Bacillus subtilis-Kulturen für ihre Truppen zur Einnahme zu produzieren. Und siehe da, keine Ruhr mehr! Bald darauf entdeckten die Deutschen sogar das Verfahren, mit dem die Bacillus subtilis-Kulturen getrocknet und in leicht einnehmbare Kapseln gefüllt werden konnten. Von diesem Zeitpunkt an hatten die findigen Deutschen keine Probleme mehr damit, Truppen durch Ruhr zu verlieren. Viele Jahre lang wurden Bacillus subtilis-Kulturen weltweit als medizinisches Produkt verkauft (zum Beispiel in den USA und Mexiko unter dem Markennamen Bacti-Subtil) und entwickelten sich schnell zur weltweit führenden Behandlung von Ruhr und anderen Darmproblemen.
Zum Unglück für die Amerikaner geriet dieses beliebte bakterielle Nahrungsergänzungsmittel, das Darminfektionen heilt, Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre in Ungnade, als synthetische Antibiotika aufkamen, die von den großen Pharmaunternehmen als „Wundermittel“ angepriesen wurden, obwohl sie fünfmal so viel kosteten wie Bacti-Subtil und dreimal so lange brauchten, um die gleichen Ergebnisse zu erzielen. Dennoch bleibt Bacillus subtilis eines der potentesten und nützlichsten aller gesundheitsfördernden und immunstimulierenden Bakterien. Laut klinischen Studien, die im medizinischen Forschungsbericht „Immunostimulation durch Bacillus Subtilis-Präparate“ des Mikrobiologen J. Harmann dokumentiert sind, sind die Zellwandkomponenten von eingenommenem Bacillus Subtilis in der Lage, nahezu alle Systeme der menschlichen Immunabwehr zu aktivieren, einschließlich der Aktivierung von mindestens drei spezifischen Antikörpern (IgM-, IgG- und IgA-Sekretion), die hochwirksam gegen viele der schädlichen Viren, Pilze und bakteriellen Krankheitserreger sind, die regelmäßig versuchen, das menschliche System zu befallen und zu infizieren.
Bacillus subtilis wird auch heute noch in Deutschland, Frankreich und Israel weit verbreitet eingesetzt, wo sichere, wirksame, rein natürliche therapeutische Produkte von der gesundheitsbewussten Öffentlichkeit höher geschätzt werden als die teureren synthetischen Medikamente, die von der orthodoxen medizinischen Einrichtung mit all ihren gefährlichen Nebenwirkungen propagiert werden. Kurz gesagt, der unglaubliche Bacillus subtilis, der üblicherweise in der äußeren Umgebung und nicht im menschlichen Darmsystem vorkommt, kommt der Menschheit seit seiner ungewöhnlichen Entdeckung durch die Deutschen im Jahr 1941 weiterhin zugute. Darüber hinaus ist er nur ein kleines Beispiel für die Vielzahl von „freundlichen“ Mikroorganismen, die dem Menschen bei Einnahme enorme Vorteile bringen können, auch wenn sie nicht unbedingt „einheimische“ Mikroorganismen des menschlichen Systems sind.