Morbus Wilson
Seltene Erbkrankheit, die eine Unfähigkeit zur Verstoffwechselung von Kupfer verursacht, was zu einer toxischen Ansammlung in Leber und Gehirn führt.
Morbus Wilson ist eine sehr seltene Erbkrankheit, die eine Unfähigkeit des Körpers verursacht, das Mineral Kupfer zu verstoffwechseln. Dies führt zu sehr hohen und toxischen Kupferspiegeln, die sich in der Leber und Teilen des Gehirns ansammeln, was zu Lebervernarbung (Zirrhose) und neurologischen Erkrankungen führt. Kinder, die an Morbus Wilson leiden, entwickeln Leberprobleme, während junge Erwachsene eher neurologische Probleme wie Bewegungs- und Sprachstörungen und schließlich Demenz haben.
Wie wird Morbus Wilson diagnostiziert?
Diagnose und Behandlung dieser schweren Erkrankung werden von einem Spezialisten durchgeführt und umfassen die Anwendung von Medikamenten wie Penicillamin, Triethylentetramin und/oder Zinkpräparaten. Eine wirksame Behandlung hängt von einer frühzeitigen Diagnose ab, bevor dauerhafte Schäden entstanden sind. Morbus Wilson ist eine der wenigen erblichen Stoffwechselstörungen, für die es eine wirksame Behandlung gibt.
Behandlung des Morbus Wilson
Diät
Ernährungsmedizin kann Patienten mit Morbus Wilson helfen. Befolgen Sie die allgemeinen Ernährungsprinzipien, die auf den Seiten 20-27 des Buches „The Healthy Liver and Bowel Book“ von Dr. Cabot beschrieben sind. Machen Sie diese Prinzipien zu einer Lebensweise.
Zusätzlich gelten folgende Empfehlungen:
- Vermeidung von kupferreichen Lebensmitteln, z.B. Innereien, Leber, Schalentiere, Nüsse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und deren Müsli sowie Schokolade.
- Essen Sie reichlich Kreuzblütlergemüse, Knoblauch, Zwiebeln und Ingwer.
- Essen Sie kleine, regelmäßige Mahlzeiten.
- Achten Sie auf eine hohe Flüssigkeitszufuhr von 2 Litern täglich, um Nierensteine zu reduzieren.
Dr. Cabots empfohlenes Nahrungsergänzungsprogramm für Morbus Wilson:
Livatone Plus Kapseln.
Dosis: 2 Kapseln zweimal täglich vor den Mahlzeiten
Selenium Complete Tabletten
Dosis: 1 Tablette morgens und abends
Natürliches Vitamin E
Dosis: 1000 IE täglich Vitamin E und Selen reduzieren Schäden durch freie Radikale, die durch das übermäßige Kupfer verursacht werden
Vitamin B6 und Multimineraltabletten (ohne Kupfer)
müssen eingenommen werden, um die Nebenwirkungen von D-Penicillamin zu reduzieren. Die Multimineraltablette sollte das Mineral Molybdän enthalten (30 mcg bis 5 mg täglich können erforderlich sein)
Zinkchelat
600 mg pro Tag erhöht die Kupferausscheidung.
Antioxidantien
wie Vitamin C 2000 bis 3000 mg täglich