Bleivergiftung

Symptome, Auswirkungen, Quellen und Nachweis...
Von Peter Carson
2 Min. Lesezeit
Lead Toxicity

Bleivergiftung

Symptome

Muskel-Skelett-System, Arthritis, Arthrose, Rheuma, Gicht, Kreuzschmerzen, Rachitis

Nervensystem
abnormale Gehirnfunktion, Blindheit, Krämpfe, Taubheit, Dyslexie, Enzephalitis, Enzephalopathie, Epilepsie, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Multiple Sklerose, Muskeldystrophie, Parkinson-Krankheit, Schwindel

Herz-Kreislauf-System
Arteriosklerose, Atherosklerose

Verdauungssystem
Bauchschmerzen, Koliken, Verstopfung, Verdauungsstörungen, Leberfunktionsstörungen, Gewichtsverlust

Gefäßsystem
Anämie

Reproduktionssystem
Spontanaborte, Impotenz, Unfruchtbarkeit, verminderte Libido, Menstruationsbeschwerden, Sterilität, Totgeburten

Drüsensystem
Nebenniereninsuffizienz, Hypopituitarismus, Hypothyreose

Ausscheidungssystem
Nephritis, Nierenfunktionsstörung

Zähne
Pyorrhoe, Karies

Psychologisch
Angstzustände, Konzentrationsschwäche, mentale Depression, Halluzinationen, Hyperkinese, Gedächtnisstörungen, geistige Retardierung, Stimmungsschwankungen, Albträume, psychotisches Verhalten, Schizophrenie

Auswirkungen von Blei

  • Blut – hemmt Enzyme, die mit der Hämoglobinsynthese verbunden sind, und erhöht die Zerstörungsrate roter Blutkörperchen. Das Endergebnis ist Müdigkeit.
  • Knochen – Blei wird bevorzugt vor Kalzium in den Knochen eingelagert.
  • Gehirn – kann kupferabhängige Enzyme hemmen, die für Neurotransmitter (Dopamin, Epinephrin, Noradrenalin) benötigt werden. Das Endergebnis ist Hyperaktivität.
  • Energie – hemmt kupfer- und eisenabhängige Enzyme im Krebszyklus, die für die Energieproduktion erforderlich sind. Das Endergebnis ist Müdigkeit.
  • Nieren – Blei kann Harnsäurespiegel erhöhen und die Nierenfunktion beeinträchtigen. Das Endergebnis ist Gicht.
  • Mineralien – Blei verdrängt und kann einen Mangel oder eine Bioverfügbarkeit von Kalzium, Zink, Mangan, Kupfer und Eisen verursachen.
  • Schilddrüse – Blei stört die Jodaufnahme durch die Schilddrüse und kann Thyroxin, das Hormon, inaktivieren.

Quellen der Bleivergiftung

Trinkwasser, das weich und sauer ist und Blei aus Bleirohren löst, Lebensmittel aus bleiverkleideten Behältern, bleihaltige Farben, Kosmetika, Zigaretten (wegen der bleihaltigen Insektizide, die auf Tabak aufgetragen werden), die Verbrennung von Kohle, abblätternde bleihaltige Farbe oder Putz und mit bleihaltiger Farbe beschichtete Bleistifte, die oft von Kindern gekaut werden, sowie Kraftfahrzeugabgase. Kinder können auch mit erhöhten Bleiwerten geboren werden, die über die Plazenta von ihren Müttern übertragen wurden. Eine Ernährung, die arm an Kalzium, Magnesium oder Eisen ist, erhöht die Bleiaufnahme.

Nachweis einer Bleivergiftung

Blutbleitests sind für den Nachweis chronischer Bleivergiftungen nicht genau genug. Innerhalb von 30 Tagen nach der Exposition wird der größte Teil des Bleis aus dem Blut entfernt und in Körpergeweben gespeichert. Blut-Provokationstests können eine bestimmte Menge an Bleivergiftung nachweisen. Haartests wurden von der Environmental Protection Agency als gute Methode zum Nachweis von Bleivergiftungen eingestuft. Mehrere Haartests können erforderlich sein, bevor erhöhte Bleikonzentrationen festgestellt werden.

Nahrungsergänzung

Vitamin C, Schwefel und Kalzium werden zur Bleientgiftung eingesetzt. Sie können wirksam sein; die Hauptkomponenten scheinen jedoch B-15 (Pangaminsäure) und B-17 (Laetril) zu sein. Es kann auch hilfreich sein, Apfelpektin als Bindemittel im Verdauungstrakt zu verwenden.

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